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Die Politische Akademie von FES und Novo društvo 


10. bis 12. Februar 2006
in Opatija
 


10. bis 12. März 2006
in Opatija
 


7. bis 9. April 2006
in Rabac
 


12. bis 14. Mai 2006
in Rabac

Sozialdemokratie im Zeitalter der Globalisierung
 

Die Politische Akademie von FES und "Neue Gesellschaft"
 

 Kroatien durchlebt, wie viele Transitionsländer in Südosteuropa, eine Phase notwendiger und umfassender Reformen von Wirtschaft und Gesellschaft, die prägend sein wird für die Zukunftschancen und das Wertesystem der kommenden Generationen. Ob dabei die Fehler und Versäumnisse aus den Erfahrungen anderer Beitrittsländer vermieden werden können und ob ein ausschließlich neoliberaler Wirtschaftskurs mit flächendeckender Privatisierung das Rezept für eine erfolgreiche Position Kroatiens im europäischen und globalen Konkurrenzkampf darstellt, dies sind neben anderen Fragestellungen wichtige Bausteine einer Seminarreihe (4 Module), die die Stiftung  Novo društvo - Neue Gesellschaft - und das Landesbüro Kroatien der Friedrich-Ebert-Stiftung mit der Auftaktveranstaltung vom 10. bis zum 12. Februar 2006 in Opatija eröffnete. Die Politische Akademie fand vom 10. bis zum 12. März ebenfalls in Opatija ihre Fortsetzung zum Thema "Soziale Sicherungssysteme und Reformen im Gesundheitswesen".
 

 Zielstellung der Politischen Akademie ist es, engagierten Menschen, Intellektuellen und Sozialdemokraten ein Forum zu bieten, welches die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Zukunftsalternativen des Landes auf seinem Weg in die EU widerspiegelt. Themen, wie soziale Inklusion und Visionen von sozialer Marktwirtschaft, Wachstum und Verteilung werden ebenso erörtert wie die Notwendigkeit, den Verfall von gesellschaftlich anerkannten Werten und Normen aufzuhalten. Politikentwürfe von Parteien sollen dabei ebenso kritisch hinterfragt werden, wie das allgemeine Image von Politikern. Politikverdrossenheit und Lethargie entstehen immer dann, wenn Politik nicht mehr in der Lage ist, die Menschen mit Visionen und Glaubwürdigkeit zur Teilhabe zu ermuntern.

Saal im Hotel Admiral in Opatija Dies war auch der Tenor der Eröffnungssitzung am Abend des 10. Februar im Hotel Admiral in Opatija. Dr. Antun Vujić, Präsident der Stiftung "Neue Gesellschaft" und Abgeordneter des kroatischen Sabor, betonte dabei, dass es notwendig sei, inhaltliche Debatten und visionäre Streitgespräche nicht dem oberflächlich-hektischen Tagesgeschäft der Politik zu opfern. Gerade in Zeiten, in denen Politik nicht mehr an Staatsgrenzen haltmacht, ist die offene Diskussion verschiedenster Optionen des gesellschaftlichen Zusammenlebens unersetzbar.
 Ähnlich äußerte sich Ex- Ministerpräsident Ivica Račan, der als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Kroatiens und Mitglied des kroatischen Sabor darauf hinwies, dass nur eine gerechte und ausgewogene Gesellschaft mit einer weit verzweigten und heterogenen Zivilgesellschaft in der Lage sei, die notwendigen Kraftakte der anstehenden Reformen zu meistern. Der Pragmatismus und die Kompromissfähigkeit, die politische Parteien in der Tagespolitik immer wieder unter Beweis stellen müssen, ersetzt jedoch nicht die Obligation, sich innerhalb der Parteien und in der permanenten Interaktion mit der Zivilgesellschaft mit programmatischen Fragen und politischen Visionen auseinanderzusetzen, um Angebote machen zu können, die den Menschen im Lande die Möglichkeit bieten, sich aktiv in die Reformprozesse einzubringen.
 

Saal im Hotel Lanterna in Rabac - am Mikrofon Borut Pahor Von Freitag, dem 7. April bis zum Sonntag, dem 9. April trafen sich die Teilnehmer in Rabac zum 3. Modul, um programmatische Fragen sozialdemokratischer Politik, modernen Parlamentarismus und politischer Kommunikation mit verschiedenen Hochschulprofessoren der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Zagreb zu diskutieren. Höhepunkt der Diskussion war der Vortrag von Borut Pahor, MdEP und Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Sloweniens.

Das 4. und abschließende Modul der Politischen Akademie fand vom 12. bis zum 14. Mai ebenfalls in Rabac statt und behandelte den Schwerpunkt "Politik und Medien". Als prominenter Referent wurde der führende deutsche Publizistikexperte, Prof. Dr. Michael Kunczik, von der Universität Mainz begrüßt.  

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